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Als ich das erste Mal mit Heimataerde in Berührung kam (2006), war es für mich etwas kompliziert geworden. 'Oh je, Hilfe! Ich stehe doch nicht auf Mittelalter und schon gar nicht auf die Musikinstrumente, die dabei zum Einsatz kommen.' … so damals meine Gedanken. Als ich dann das Logo von Infacted Recordings auf der CD entdeckte, gab ich mir einen Ruck und siehe da, seither fesselt Heimataerde. Der Mix aus knackigen Electro-Beats, eingängigen Melodien, gut platzierten Sprachsamples, poetischen Texten und mittelalterlichen Instrumenten sind das Erfolgsrezept. Als ich dann noch die Live-Premiere von Heimataerde 2007 beim WGT sah, war ich mir sicher, dass man von Ritter Ashlar von Megalon (Ash) noch viel hören wird.
Nun aber schnell zum aktuellen Thema. Heimataerde haben schon vor Wochen fleißig in Form von stimmungsvollen Videoclips und Snippets die Werbetrommel gerührt. Jetzt steht die EP „Dark Dance“ als Vorgeschmack auf das Album „Unwesen“ ins Haus. Für die Arbeit an der mit 7 Tracks gut gefüllten EP konnte Alexander „Lex“ Wohnhaas (Megaherz) gewonnen werden, der mit seiner markanten Stimme für die prägnanten Sprachsamples verantwortlich ist.
Das stimmungsvolle Intro nimmt uns mit auf eine dunkle Reise in die Welt der Assassine und baut eine großartige Atmosphäre auf. Direkt im Anschluss folgt der kraftvolle Titeltrack „Dark Dance“ im „Medievalfloor“-Mix. Für meinen Geschmack geht der „Mainfloor“-Mix ohne Bagpipes schon eher in die richtige Richtung. Meine Lieblings-Version ist aber unangefochten der wuchtige „Maschinenfloor“-Mix. Der wird mit Sicherheit für Bewegung in den Clubs sorgen. Grundverschieden sind die einzelnen Versionen nicht, dafür wurde erfolgreich versucht, die Klang-Zutaten mit Feingefühl abzuschmecken. Im Tracklisting findet man neben der starken Live-Version von „Heimataerde“, welches beim Dark Dance Treffen 2008 mitgeschnitten wurde, noch das sehr clubbige „Veni Veni Emmanuel“ und „Herr Mannelig“. Die beiden letzteren Tracks stellen für mich (neben der erwähnten Mainfloor-Version von „Dark Dance“) die eigentlichen Highlights dar. Die eingängigen Melodien beißen sich schon beim ersten Durchgang fest und dank der gut gewählten Titelreihenfolge lässt sich die gesamte EP „Dark Dance“ ohne Durststrecken prima durchhören. Für den Review lag mir die EP nur in digitaler Form vor und somit konnte ich mir leider vom "Drumherum" kein Bild machen. "Dark Dance" wird aber als Digipack ausgeliefert und das lässt auch visuell auf Einiges hoffen.
Ash hat also nicht zu viel versprochen, eine bemerkenswerte Veröffentlichung abgeliefert und wir sind gespannt, was uns mit dem kommenden Heimataerde-Album „Unwesen“ ins Haus steht. (sl)
| CD - Tracklisting | | 01 | Heimataerde"Taenzer der Nacht" |
01:43 | | | | 02 | Heimataerde"Dark Dance" (Medievalfloor) |
03:53 | | | 03
 | Heimataerde"Veni Veni Emmanuel" |
04:41 | | | | 04 | Heimataerde"Dark Dance" (Mainfloor) |
03:14 | | | 05
 | Heimataerde"Herr Mannelig" |
04:33 | | | 06
 | Heimataerde"Dark Dance" (Maschinenfloor) |
03:11 | | | 07
 | Heimataerde"Heimataerde" (Live at Dark Dance Treffen 2008) |
06:01 | | |
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